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3. Lauf für Mehrsprachigkeit

26.04.2015 

Als um 17 Uhr die Bühne abgeholt wird, schauen sich Julia und ich noch einmal um. Der Ort des Geschehens ist gar nicht als solcher zu erkennen: vor dem Restaurant Blau-Gelb stehen ein paar ältere Gäste, die keine Laufschuhe und Funktions-T-Shirts tragen; auf dem Parkweg sind nur einzelne Jogger gemütlich unterwegs; die Kinderstimmen, die wir hören, kommen von dem 200 Meter entfernten Spielplatz... Es ist alles auf- und abgeräumt, kein Stück Papier, kein Becher liegt auf dem Boden – alles haben die fleißigen Helfer eingesammelt. 

Apropos Helfer... Ohne sie ist es unmöglich, eine solche Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Nicht ohne den Willi, der den halben Samstag mit mir die Strecke markiert, am Sonntag den Strom legt, Tische schleppt und mit seiner Frau Doris die Schlüsselstellen der Strecke bewacht. Nicht ohne den Friedhelm, der seinen Wohnwagen kurzerhand in einen LKW umbaut und Tische und Bänke transportiert. Nicht ohne Ira und Clarisse, die in Nachtarbeit Fotos bearbeiten, Filme schneiden, Schilder malen, bei der Anmeldung helfen usw. Nicht ohne Maria und ihre Mädels, die das Wettkampfbüro trotz Ansturm am Samstag und Sonntag im Griff haben. Nicht ohne Valentina, Larissa und Yurij, die sich mit dem Einkauf, Transport und Aufbau beschäftigen. Nicht ohne die Teams unserer Kooperationspartner und nicht ohne viele andere, die über Monate helfen und am Veranstaltungstag kräftig mitanpacken, auf Bäume klettern, um Startbanner anzubringen, die Strecke sichern, Verpflegung ausgeben und die Menschen bei Laune halten. Leider kann ich diese guten Menschen nicht alle hier namentlich aufzählen. Sie sind aber alle unverzichtbar! Sie machen das nicht wegen des Helfer-T-Shirts oder wegen der belegten Brötchen. Sie machen das, weil sie den Lauf für Mehrsprachigkeit und seine Ziele für eine gute Sache halten. Und es ist in der Tat eine gute Sache geworden. 

Nach ca. 370 Teilnehmern im ersten Jahr, 670 in 2014, gab es 2015 mehr als 1100 Anmeldungen und ca. 1000 Finisher aus nahezu 50 Nationen. Deutsche und Griechen, Armenier und Türken, Russen und Ukrainer, Kubaner und Amerikaner, Bayern-Fans und Dortmunder Borussen standen friedlich an der Startlinie und kämpften höchstens um gute Laufergebnisse. Denn Mehrsprachigkeit dient einer besseren Verständigung und Sport verbindet uns alle. Erneut betrug die Altersspanne zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmer 75 Jahre, denn bei uns ist jedes Alter willkommen. Ein besonderes Highlight ist die Tatsache, dass mehr als 500 Kinder in den Bambini-, Grundschüler- und Schülerläufen gestartet sind. Manche Kindergärten, Schulen und Jugendsportvereine waren mit großen Teams gemeldet. Allein das Goethe-Gymnasium trat mit fast 70 Schülerinnen und Schülern an! Da eines unserer Ziele ist, die Kids zu mehr Spaß an der Bewegung und sportlicher Betätigung zu motivieren, waren die Zahlen höchsterfreulich und die strahlenden Kindergesichter die größte Belohnung für das Orga-Team. 

Auch sportlich konnte den Zuschauern einiges geboten werden. Z.B. dass der gesamte Grundschülerlauf von einem Mädchen gewonnen wurde, das wie ein Blitz ins Ziel sprintete als sei sie erst gerade gestartet. Oder dass das Männerpodium beim 10km Lauf komplett unter 36 Minuten Laufzeit ins Ziel kam. Oder dass der 73-jährige Sieger der AK 70 die 10km in 51 Minuten abspulte... Spektakulär! Doch Ergebnisse standen auch beim 3. Lauf für Mehrsprachigkeit nicht im Vordergrund, auch wenn es für die Gewinner tolle Preise von Fashion Rooms, Pepelou, Knizhnik, Maaschanz und Pegasus Sport gab. Es zählte vor allem die Freude, die Begeisterung und das freundliche Miteinander, und zwar unabhängig von Laufgeschwindigkeit, Alter oder Herkunft. Vor allem darüber sprachen die prominenten Gäste und Unterstützer in ihren kurzen Redebeiträgen: Unser Schirmherr und Stadtrat Markus Frank, der Vorsitzende der Kommunalen Ausländervertretung Enis Gülegen und der Vorstandsvorsitzende des Sportkreis Frankfurt Roland Frischkorn. 

Ich kann nur hoffen, dass ihr, liebe Teilnehmer, genau das empfunden habt. Wir alle haben auf dem langen Weg der Vorbereitung und auch am Tag der Veranstaltung unser Bestes gegeben, damit ihr Freude habt und ein schönes Sport- und Familienfest in einer großen und internationalen Familie erlebt. Nicht alles lief perfekt, wenn es überhaupt je „perfekt“ sein kann. Aber das Wetter hat gehalten, ohne dass wir mit Kanonen auf die Wolken schießen mussten. Die Aufwärmeinheiten des Zumba Trainers YouYou brachten den Puls auf 180 bevor überhaupt der erste Meter gelaufen wurde. Die Dehnübungen der Fitness Trainerin Christin von Main-pt ließen bei manchen Läuferinnen und Läufern Muskelgruppen auftauchen, die vorher völlig unentdeckt gewesen waren. Die Tanz- und Gesangseinlagen zwischendurch sorgten für Konzert-Feeling. Das Obst von Bio-Hopper und die selbstgemachten Kuchen der Kooperationspartner schmeckten prima. Kinder konnten sich beim Kinderrechtemobil, am Schminkstand und anderen Spielstationen austoben, während Erwachsene sich an den Ständen der Sponsoren und Kooperationspartner informieren konnten. Schlüssel und Jacken wurden verloren und wieder gefunden... Wir hoffen aber sehr, dass vor allem neue Freundschaften gefunden und geknüpft wurden und dass ihr nach unserem Lauf Lust bekommen habt, neue Sprachen und Länder für euch zu entdecken, mehr Sport zu treiben und einfach nur besser drauf zu sein. Pathos??? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Entscheidet selbst.

 

Mit Dank an alle Helfer, Sponsoren, Kooperationspartner und Teilnehmer –

 

Alexei im Namen des gesamten Orga-Teams Lauf für Mehrsprachigkeit


LfM 2015 Bericht als PDF

 

Weitere Berichte 

Die 5b läuft für die Mehrsprachigkeit: Leibnizschule Frankfurt 

betterplace.org Frankfurt am Start beim Lauf für Mehrsprachigkeit 2015

Gelungener Lauf für Mehrsprachigkeit - der Bericht des Frankfurter Kinderbüros (ggf. nach unten scrollen)

 



Weitere Informationen erfragen Sie bitte bei  |  julia.zabudkin@nezabudka.de